Gentechnik in der Landwirtschaft

Lobbyisten und ihr kleines Brüderle

Keine Gentechnik - 1. September 2010 - 11:40
Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) hat gestern Seite an Seite mit dem BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht die Ernte der umstrittenen Gentechnik-Kartoffel Amflora eingeleitet. Schon im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, dass der Anbau der Amflora von der Regierung unterstützt werden soll. Ein von Greenpeace vorgelegtes Gutachten belegt die Rechtswidrigkeit der Zulassung für den Anbau, doch diese Tatsache kann den Lobbyismus der FDP nicht brechen. Brüderle´s Amtskollegin Christel Happach-Kasan, agrarpolitische Sprecherin der FDP, stellt in einem Interview bei der tageszeitung ihre positive Einstellung gegenüber Agro-Gentechnik dar und macht ihre unkritische Haltung deutlich. Weder die Tatsache dass es keine Langzeitstudien zu Gentechnik-Pflanzen gibt, noch, dass die meisten Studien von den Firmen geliefert werden, die an diesen Pflanzen verdienen, scheint eine kritische Betrachtung wert. Indes hält selbst die BASF die Knolle schon jetzt für verbesserungswürdig und hat zeitgleich mit der ersten Ernte von Amflora einen EU-Zulassungsantrag für Amadea gestellt, einer Gentechnik-Stärkekartoffel, von der sich der Konzern bessere agronomische Eigenschaften verspricht. Sie soll in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt werden. Bleibt abzuwarten ob die Lobby-Kräfte bei der geplanten Markteinführung 2013/2014 noch gleich stark sind.BASF: Bundeswirtschaftsminister Brüderle leitet Amflora-Ernte einFraktion DIE LINKE: PressemitteilungGreenpeace: Die Amflora-Ernte hat begonnendie tageszeitung: Interview mit Frau Happach-Kasan (FDP)SPIEGEL ONLINE: FotostreckeInfodienst: Hintergrund Gentech-Kartoffel

Pioneer: Kuhhandel statt Verantwortung

Keine Gentechnik - 31. August 2010 - 13:15
Im Zusammenhang mit dem im Frühjahr ausgesäten gentechnisch verunreinigten Maissaatgut strebt Pioneer einen Schadensersatzprozess gegen das Land Niedersachsen an. Dafür benötigt das Unternehmen einen Schaden und dieser soll nun ausgerechnet von den Geschädigten kommen, den Landwirten die das verunreinigte Saatgut unwissend ausgesät hatten und bislang auf allen Kosten selbst sitzen geblieben sind. Weder das Land, das die Information über die Verunreinigung wissentlich zurückgehalten hatte, noch der Konzern von dem das Saatgut stammt, haben bisher Verantwortung übernommen. Pioneer hat den Landwirten nun einen Kuhhandel vorgeschlagen. Die Bauern klagen in einem Musterverfahren gegen Pioneer und dafür kriegt jeder geschädigte Landwirt finanzielle Soforthilfen bis zu 1.500 Euro pro Hektar, allerdings gekoppelt an Verschwiegenheits- und Wohlverhaltensregelungen und unter Vorbehalt. Denn gewinnt Pioneer das Verfahren müssen die Soforthilfen von den Bauern unter Umständen an den Konzern zurückgezahlt werden. Wenn die Bauern das Verfahren gewinnen, bleibt unklar ob sie weitere Ansprüche geltend machen können. „Das ist ein fauler Kuhhandel des Gentechnikkonzerns Pioneer: Die Bauern sollen mit einer finanziellen Soforthilfe ruhig gestellt werden und die Inverkehrbringer von gentechnisch verunreinigtem Saatgut machen sich bei der Klärung der Schadensursache und der Schadenshaftung leise vom Acker. Nicht mit uns,“ kündigt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Interessengemeinschaft Nachbau, an.AbL: Pressemitteilungsaveourseeds.org: Saatgut-Skandal 2010

Europäischer Gentechnik-Widerstand formiert sich

Keine Gentechnik - 30. August 2010 - 12:35
Der Widerstand gegen die Agro-Gentechnik zieht an. Verschiedene Gruppen, Bewegungen und Verbände aus unterschiedlichen europäischen Ländern haben sich zusammengeschlossen, um der europäischen Zulassungsflut von Gentechnik-Pflanzen mit vereinten Kräften ein Gegengewicht zu setzten. Derzeit sind neben deutschen auch englische und französische Aktivisten am European Field Liberation Movement (EFLM) beteiligt. Widerstand wird in den verschiedenen europäischen Ländern sehr unterschiedlich juristisch verfolgt. Wo in Deutschland mit satten Strafen und Freiheitsentzug der Widerstand gebrochen werden soll, wird in Frankreich durch bewußtes Vermeiden von Gefängnisstrafen versucht, aus Feldbefreiern keine Stars zu machen. Die Auftaktveranstaltung fand vergangenes Wochenende nahe des einzig in Deutschland existierenden Gentechnik-Kartoffel-Ackers statt. Backhaus, Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, nutzte die Veranstaltung, um Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner erneut aufzufordern, den Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora zu verbieten. Neben der niedrigen Akzeptanz bei Bevölkerung und verarbeitender Industrie zeigt sich die Kartoffel nun auf dem Feld als extrem virusanfällig. Morgen soll geerntet werden. Auch bei der BASF, könnten diese Tatsachen die Amflora-Euphorie bremsen.dpa: Minister fordert Genkartoffel-AnbauverbotEuropean Field Liberation Movement (EFLM): Auftaktveranstaltung der europäischen Feldbefreierdie tageszeitung: Frankreich will Stars unter Feldbefreiern verhinderntopagrar: Entweder klare Anbauregeln oder ein VerbotInfodienst: Hintergrund Gentech-Kartoffel

Wieviel Gentechnik steckt in Soja-Lebensmitteln?

Keine Gentechnik - 27. August 2010 - 17:10
Die Stiftung Warentest hat Sojaprodukte unter die Lupe genommen und darin nach gentechnisch veränderten Organismen gesucht. Ergebnis: Der Verunreinigungsgrad durch GVOs wird niedriger und lag bei allen unter 0,1 Prozent. Die Anzahl der verunreinigten Proben jedoch größer, von 12 getesteten ließen sich in drei Produkten GVO-Spuren nachweisen, auch in zwei Bioprodukten. Möglicher Ursprung für die Verunreinigungen könnte bei den Mühlen oder Silos liegen! Dies kann jedoch auch mit höchst möglichen Abständen und bestmöglichen Kontrollen der Anbauflächen nicht verhindert werden. Keine gute Bilanz für eine Koexistenz, also einem nebeneinander von gentechnikfreier und gentechnischer Land- und Lebensmittelwirtschaft. Nicole Merbach von der Stiftung Warentest warnt vor dieser Entwicklung, weil kaum Langzeitwirkungen von gentechnisch veränderten Organismen auf den Menschen bekannt sind und einige der wenigen Tierversuche zu großer Vorsicht mahnen.Deutschlandfunk: VerbrauchertippStiftung Warentest: Testbericht

Gericht bestätigt Gentechnik-Seilschaften

Keine Gentechnik - 25. August 2010 - 18:30
Der Umweltaktivist und Gentechnik-Kritiker Jörg Bergstedt darf seine Kritik an den Gentechnik-Seilschaften wieder frei vortragen. Das Saarbrücker Oberlandesgericht folgte Bergstedts Argumentation und hob bisherige Urteile im Berufungsverfahren auf. Das Saarbrücker Landesgericht hatte Bergstedt zur Unterlassung von Aussagen in der von ihm verfassten Broschüre „Organisierte Unverantwortlichkeit“ verurteilt. Die Broschüre zeigt auf, wie Gentechnik-Unternehmen, Lobbyverbände und Behörden miteinander verstrickt sind. Kerstin Schmidt, Geschäftsführerin von biovativ und BioTechFarm sowie Uwe Schrader, FDP-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt fühlten sich durch die Aussagen Bergstedts verunglimpft. Doch das Oberlandesgericht wies diese Einschätzung nun zurück. Die Akteure müssten derartige Kritik aushalten. Eine Revision wurde nicht zugelassen.Ad Hoc News: Umstrittene Gentechnikberichte von der Meinungsfreiheit gedeckt

Gentechnikfreie Kartoffelgerichte: Gastronomen setzen Zeichen

Keine Gentechnik - 25. August 2010 - 13:50
Der Verein "Gentechnikfreie Gastronomie im Klützer Winkel" lädt heute zu einer Pressekonferenz mit gentechnikfreien Kartoffelhäppchen ein. Der Anlass: Die anstehende Ernte der Gentechnik-Kartoffel der BASF, die dieses Jahr auf einem Acker in Mecklenburg-Vorpommern angebaut wurde. Die Mitglieder des Vereins werden in Zukunft in ihren Cafés, Restaurants und Hotels jeweils ein gentechnikfreies Kartoffelgericht anbieten. Mit einer Kennzeichnung "Genfood? Nein Danke!" sollen Kunden auf das Thema Gentechnik aufmerksam gemacht werden. Der Verein will sich für die Erhaltung gentechnikfreier Lebensmittel einsetzen und Verbraucher über das Thema Gentechnik in der Landwirtschaft aufklären.Gentechnikfreie Gastronomie im Klützer Winkel: Wir servieren gentechnikfreie KartoffelgerichteInfodienst: Hintergrund Gentech-Kartoffel

Saatgut-Skandal: Grüne veröffentlichen Flächen

Keine Gentechnik - 23. August 2010 - 15:55
Gute Nachricht für alle Imker sowie Landwirte, die gentechnikfrei wirtschaften: Die vom Saatgut-Skandal betroffenen Felder sind nun öffentlich. Die Fraktion der Grünen im niedersächsischen Landtag hat mit einer parlamentarischen Anfrage durchgesetzt, dass die Landesregierung die genauen Flurstücke preisgibt. Auf der Website der niedersächsischen Grünen-Fraktion sind diese Daten ab sofort einsehbar. Grüne Fraktion Niedersachsen: Veröffentlichung der Daten über Genmais-Felder in Niedersachsensaveourseeds.org: Saatgut-Skandal 2010

Gentechnik-Rüben-Verbot: Jubel vor der Konzernzentrale

Keine Gentechnik - 23. August 2010 - 15:05
Witzenhäuser Umweltaktivisten feiern heute mit einer ganztägigen Kundgebung vor dem Hauptsitz der KWS Saat AG in Einbeck das Verbot der gentechnisch veränderten Zuckerrübe in den USA. Die Gentechnik-Rüben des deutschen Saatgutkonzerns haben in den USA einen Marktanteil von 95% und dürfen nun nicht mehr angebaut werden, weil sie keine ausreichende Umweltprüfung durchlaufen haben. Umweltschützer in den USA hatten gegen den Anbau geklagt und nun Recht bekommen. In den deutschen Medien war letzte Woche fast ausschließlich von einer Niederlage Monsantos die Rede. Der amerikanische Konzern kassiert zwar Patentgebühren für ein in die Rübe eingebautes Gen-Konstrukt. Die Zuckerrübe selbst wird jedoch von der KWS vertrieben. Und die erleidet durch das Verbot einen erheblichen Schaden. 30 Prozent ihres Jahresumsatzes von 700 Millionen Euro erzielt die KWS auf dem amerikanischen Markt.www.kws-gentechnikfrei.de: Herber Rückschlag: Zuckerrüben eines deutschen Gentechnikkonzerns in den USA verbotentaz.de: Saatgut im Klimawandel: Rübenwinter mild und süß

Gentechnik überträgt sich auf tierische Produkte

Keine Gentechnik - 19. August 2010 - 12:15
Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen finden sich immer häufiger in tierischen Produkten wieder. So wurden beispielsweise in der Milch von Ziegen Gene von gentechnisch veränderter Soja gefunden, berichtet heute der Verein Testbiotech, der eine neue Recherche zu dem Thema erstellt hat. Das dürfte insbesondere Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren, die diese tierischen Produkte konsumieren. Die Gen-Abschnitte stammen von Gentechnik-Pflanzen, die an die Tiere verfüttert wurden. Für die Herstellung der meisten tierischen Produkte wird vor allem gentechnisch veränderte Soja verwendet. Von Gentechnik-Befürwortern wird immer wieder behauptet, dass tierische Produkte, die mit Gentechnik-Pflanzen hergestellt wurden, sich nicht von Produkten ohne Gentechnik im Herstellungsprozess unterscheiden. Eine Kennzeichnung von tierischen Produkten wurde deshalb nicht umgesetzt. Obwohl nicht von gesundheitlichen Risiken ausgegangen wird, engagieren sich in Deutschland immer mehr Hersteller für Produkte, die gänzlich ohne Gentechnik-Pflanzen hergestellt werden. Die Mitglieder des Vereins Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) kennzeichnen ihre Produkte mit dem Ohne-Gentechnik-Siegel und werden damit Verbraucherwünschen gerecht, die Gentechnik in Lebensmitteln überwiegend ablehnen.testbiotech: Forscher finden Gene aus transgenen Pflanzen in Milch und TierorganenInfodienst Dossier: 'Ohne Gentechnik'-KennzeichnungUniversität Neapel: Transgenic DNA and evaluation of metabolic effects in goatsGLOBAL 2000: Synthetische Gentechsequenzen werden durch die Muttermilch weitergegeben

Alnatura-Aktion: 30.000 Euro für die ökologische Saatgutzüchtung

Keine Gentechnik - 18. August 2010 - 17:20
Insgesamt sind bei der Alnatura Saatgut-Aktion schon 250.000 Euro für den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zusammengekommen. Auch dieses Jahr wurden bei Alnatura, dm-Drogeriemarkt, Globus und Budni 85.000 Saatgut-Tütchen von engagierten Kundinnen und Kunden gekauft, wodurch 30.000 Euro zusammen kam. Der Saatgutfonds unterstützt 20 Gemüsezüchter und sechs Initiativen in der ökologischen Getreidezüchtung und engagiert sich damit für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik in der Landwirtschaft.Alnatura: Saatgutaktion: 30.000 Euro für die ökologische SaatgutzüchtungZukunftsstiftung Landwirtschaft: Saatgutfonds

US-Gericht verbietet Anbau von Gentechnik-Zuckerrüben

Keine Gentechnik - 16. August 2010 - 17:00
Die Saatgut-Unternehmen Monsanto sowie die deutsche KWS-Saat mussten eine herbe Niederlage einstecken. Die von beiden Unternehmen entwickelte gentechnisch veränderten Zuckerrübe darf in den USA nicht mehr angebaut werden. Innerhalb der letzten Jahre hat die Gentechnik-Rübe, die gegen das Unkrautvernichtungsmittel RoundUp von Monsanto resistent ist, fast den gesamten Zuckerrüben-Markt in den USA übernommen. Umweltschützer hatten gegen den Anbau geklagt, weil die Gentechnik-Pflanzen den Einsatz von Spritzmitteln steigen ließen und auch die Ausbreitung von herbizidresistenten Unkräutern zugenommen hat. Das Gericht hat den Anbau nun verboten, da es für die Zulassung der Pflanzen keine ausreichende Umweltprüfung gibt. Vor dem Verbot angebaute Rüben dürfen noch geerntet und verarbeitet werden. Den Unternehmen wird das Verbot rund zwei Milliarden Dollar kosten. Die in den USA nun verbotene Gentechnik-Rübe wächst versuchsweise auch auf einem Acker in in der Nähe von Einbeck in Niedersachsen. Der kommerzielle Anbau in der EU ist in der Planung. Philip Brändle vom Aktionsbündnis Witzenhäuser Agrarstudierender für eine gentechnikfreie Landwirtschaft freut sich über die Niederlage der Saatgut-Riesen. Schon lange kritisiert das Bündnis die Gentechnik-Aktivität der KWS-Saat, da der Anbau sowohl wirtschaftlich als auch für die Umwelt hoch riskant sei. Die Klage der Umweltschützer hat die KWS total heruntergespielt und bekommt nun die Quittung dafür, so Brändle. Das Aktionsbündnis plant für nächsten Montag eine Jubel-Demonstration für der Konzernzentrale.Spiegel online: Anbauverbot: US-Gericht stoppt Gen-Zuckerrübenkws-gentechnikfrei.de: Infos zur KWS und ihrer Gentechnik-Zuckerrübewww.kws-gentechnikfrei.de: Herber Rückschlag: Zuckerrüben eines deutschen Gentechnikkonzerns in den USA verboten

Das schwarz-gelbe Gentechnikgesetz

Keine Gentechnik - 13. August 2010 - 16:10
Das Gentechnikgesetz soll erneut geändert werden. Einen entsprechenden Entwurf will die zuständige Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) im Herbst vorlegen. So sieht es auch der Koalitionsvertrag vor. Geht es nach dem Willen der CSU, sollen die Bundesländer in Zukunft selbst bestimmen, welche Abstände für Gentechnik-Pflanzen gelten sollen. Bayern sieht darin eine große Chance, ein gentechnikfreies Bayern zu schaffen. CDU und FDP hingegen möchten die Koexistenzabstände bundeseinheitlich regeln. Die FDP-Bundestagsfraktion fordert eine wissenschaftsbasierte Gestaltung der Koexistenzregeln. Die Gewichtung des Schutzanspruchs der konventionellen und Biobauern ist jedoch keine Frage der Wissenschaft sondern eine politische Entscheidung. Derzeit klaffen die Abstandsregelungen in den EU-Mitgliedstaaten enorm auseinander. Bulgarien setzt den Abstand auf 30 km, Luxemburg auf 800 Meter und Deutschland auf 150 Meter zu konventionellen Feldern und 300 Meter zu Biomais. Ferner fordert die FDP eine Überarbeitung der Nulltoleranzregelung sowie der Lebensmittelkennzeichnung.agrarheute.com: Aigner ändert Gentechnik-Gesetz: Bundesländer sollen Abstände selbst festlegentopagrar: BMELV: Länder sollen GVO-Abstände selbst festlegenFDP-Bundestagsfraktion: Pressemitteilungen

Der Landwirtschaftsminister der Philippinen lacht über Gesundheitsgefahren durch Bt Aubergine

Keine Gentechnik - 11. August 2010 - 20:15
Aus Indien wurde die gentechnisch veränderte Bt Aubergine verbannt. Die negativen Folgen für Gesundheit und Umwelt sind nachgewiesen. Dennoch will der philippinische Landwirtschaftsminister Joel S. Rudinas nicht von weiteren Feldversuchen und einer eventuellen Kommerzialisierung abrücken. Lesen Sie mehr dazu und unterstützen Sie die Petition gegen Bt Aubergine in den Philippinen! searice: Petitition agains BT eggplantManila Bulletin, Philippines: Lobby groups hit for GMO eggplant issue

Landwirtschaftsministerium der Philippinen lacht über Gesundheitsgefahren durch Bt Aubergine

Keine Gentechnik - 11. August 2010 - 19:55
Der stellvertretende philippinische Landwirtschaftsminister Joel S. Rudinas geht nicht auf die berechtigten Sorgen gentechnikkritischer Gruppen hinsichtlich der geplanten Einführung einer Gentechnik-Aubergine ein. Über die Bedenken der Gentechnik-Kritiker zu möglichen Gesundheitsgefahren hat er gelacht und will von weiteren Feldversuchen und einer eventuellen Kommerzialisierung nicht abrücken. Doch erst Anfang des Jahres verhängte die indische Regierung ein Moratorium gegen die Gentechnik-Aubergine, da es nicht ausreichend Langzeitstudien gibt und negative Folgen für Gesundheit und Umwelt nicht ausgeschlossen werden können. Auberginen sind die wichtigsten Gemüsepflanzen auf den Philippinen. Sie werden auf einer Fläche von rund 20.000 Hektar angebaut. Die Einführung einer Gentechnik-Aubergine ist daher eine weit tragende Entscheidung. Unterstützen Sie die Petition gegen Bt Aubergine in den Philippinen!Manila Bulletin, Philippines: Lobby groups hit for GMO eggplant issueSoutheast Asia Regional Initiatives for Community Empowerment, Philippines (SEARICE): Urging DA Secretary Proseco Alcala to stop field testing and eventual commercialization of Bt eggplantInformationsdienst Gentechnik: Indien verhängt Moratorium für Gentechnik-AubergineDateline Philippines: Farmers protest BT eggplant testing

Italiens radikaler Widerstand gegen Gentechnik-Mais erfolgreich

Keine Gentechnik - 11. August 2010 - 19:40
Am Montag zerstörten 70 Aktivisten ein Gentechnik-Maisfeld in Italien und verhinderten so die bevorstehende Ernte. In Italien ist der Anbau von Gentechnik-Pflanzen zwar nicht verboten, jedoch verhindern rechtliche Rahmenbedingungen und bürokratische Genehmigungsverfahren den großflächigen Anbau. Die Kontaminationsgefahr durch gentechnisch veränderte Organismen hat in Italien besondere Brisanz, da das Land europaweit zweitgrößter Produzent von ökologischem Obst und Gemüse ist. Ein wichtiger Wirtschaftszweig könnte einbrechen.CommonDreams.org: Italian Activists Storm Field

Aigner zwischen den Stühlen.

Keine Gentechnik - 10. August 2010 - 14:15
Eine Überarbeitung des Gentechnikgesetzes müsse "vor der nächsten Aussaat im Frühjahr passieren", so fordert es Bayerns Umweltminister, Söder im SPIEGEL. Auch Parteichef Horst Seehofer will die GVOs von den Freistaats-Äckern verbannen. Doch GVO-kritische CSU-Politiker stehen den Befürwortern in der Schwester-Partei und der Koalition gegenüber. Da selbst Frau Merkel auf die grüne Gentechnik setzt, bleibt abzuwarten, ob Frau Aigner nichts ins Wanken kommt.SPIEGEL ONLINE: Bayern gegen Berlin

USA: Rapsmutanten in der Wildnis

Keine Gentechnik - 6. August 2010 - 17:45
Wissenschaftler der Universität von Arkansas haben Genkonstrukte (Transgene) des Gentechnik-Raps bei Wildpflanzen nachgewiesen. Die Daten wurden heute auf einer Konferenz der Ecological Society of America in Pittsburgh, Pennsylvania, vorgestellt. Die untersuchten Pflanzen aus North Dakota wurden nicht aktiv ausgesät und waren weit entfernt von den mit Gentechnik-Raps bestellten Flächen. 80% der untersuchten Wildpflanzen enthielten Transgene mit Herbizidresistenz gegen die Wirkstoffe Glyphosat oder Glyphosinat. Besonders alarmierend ist jedoch der Fund der Pflanzen mit gestapelten Transgenen, also mit beiden Genkonstrukten und somit resistent gegen Glyphosat als auch Glyphosinat. Pflanzen mit den Mehrfachresistenzen sind bisher nicht kommerziell eingesetzt worden und können einen Hinweis dafür liefern, dass sie sich in freier Natur gebildet haben. Wirklich überraschend sind die Ergebnisse zwar nicht, weil Raps eine hohe Auskreuzungsrate besitzt und die Samen bekanntlich weit fliegen. Dennoch dokumentiert dies deutlich den Mangel an einem ausreichenden Monitoring in den USA. Einmal mehr zeigt sich, dass Gentechnik-Pflanzen nicht kontrollierbar sind. Es bleibt abzuwarten wie die Umwelt auf die neuen Gentechnik-Mutanten reagiert.University of Arkansas: First Wild Canola Plants With Modified Genes Found in United StatesBritish Broadcasting Corporation, UK (BBC): GM plants ‘established in the wild’Nature News, UK: GM crop escapes into the American wildInformationsdienst Gentechnik: Wieso keine Gentechnik?Süddeutsche: USA - Gen-Raps breitet sich unkontrolliert aus

Der Landwirtschaftminister der Philippinen lacht über Gesundheitsgefahren durch Bt Aubergine

Keine Gentechnik - 6. August 2010 - 11:05
Der philippinische Landwirtschaftsminister Joel S. Rudinas geht nicht auf die berechtigten Sorgen gentechnikkritischer Gruppen hinsichtlich der geplanten Einführung einer Gentechnik-Aubergine ein. Über die Bedenken der Gentechnik-Kritiker zu möglichen Gesundheitsgefahren hat er gelacht und will von weiteren Feldversuchen und einer eventuellen Kommerzialisierung nicht abrücken. Doch erst Anfang des Jahres verhängte die indische Regierung ein Moratorium gegen die Gentechnik-Aubergine, da es nicht ausreichend Langzeitstudien gibt und negativen Folgen für Gesundheit und Umwelt nicht ausgeschlossen werden können. Unterstützen Sie die Petition gegen Bt Aubergine in den Philippinen!Manila Bulletin, Philippines: Lobby groups hit for GMO eggplant issuesearice: Petitition agains BT eggplantUSDA Agricultural Research Service, USA: New dry edible bean resists bacterial disease

Zulassung einer Genmais-Sorte von Bayer zurückgezogen

Keine Gentechnik - 4. August 2010 - 16:50
Der Gerichtshof des brasilianischen Bundesstaates Paraná hat die Anbaugenehmigung für die gentechnisch veränderte Maissorte Liberty Link der Firma Bayer mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Geklagt hatten unter anderen die Nichtregierungsorganisationen AS-PTA und Terra de Direitos, beide Partner des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Bayer ist es nach dem Urteil verboten, den genveränderten Mais auszusäen, zu vermarkten, zu transportieren, zu importieren oder zu entsorgen. Das Anbauverbot gilt für ganz Brasilien. Stig Tanzmann, Agrarexperte des EED, begrüßte das Urteil, denn es kommt durch Auskreuzung immer wieder zu Verunreinigungen des Saatguts. Neben dem Anbauverbot des Gentechnik-Maises fordert das Gericht in Paraná in seinem Urteil die brasilianische Zulassungsbehörde CTNBio auf, ihre Zulassungsentscheidungen transparenter zu machen. Das Urteil ist von allergrößter Bedeutung, weil Brasilien als großer Anwender von Gentechnik – vor allem bei Soja - bisher als einer der vehementesten Befürworter dieser Technik galt.eed: PressemitteilungGreenpeace: Brasilien - Gericht entzieht Zulassung für Gen-Mais von BAYER

Gentechnik-Kartoffel der BASF vom Acker geholt

Keine Gentechnik - 29. Juli 2010 - 14:30
Sechs Aktivisten entfernten heute Gentechnik-Kartoffel-Pflanzen vom Acker und packten sie in Säcke mit der Aufschrift „Vorsicht! Gentechnisch veränderte Organismen! Nicht zum Verzehr geeignet!“. Sie wurden von der Polizei abgeführt. Der einzige kommerzielle Gentechnik-Kartoffel-Acker in Deutschland befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern nahe Zepkow im Müritzkreis. Gleichzeitig protestierten Mitglieder des Aktionsbündnisses am Rande des Feldes gegen den Anbau.Gendreck weg!: Freiwillige FeldbefreiungInfodienst: Hintergrund Gentech-KartoffelTageszeitung Neues Deutschland: Zeichen gegen Gentechnik gesetzt taz.de: Gentech in der Defensive
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Neues von BesserEinkaufen

  1. Neu: Yogi Tea® Schokoladen! Kooperation von Golden Temple und PRONATEC

    Hochwertige Schweizer Schokolade mit Yogi Tea Gewürzmischungen - das klingt doch vielversprechend!
    Gemeinsam mit der Firma Golden Temple GmbH hat PRONATEC eine Schokolade auf den Markt gebracht, deren feiner Kakao veredelt ist mit den kostbaren Gewürzen von Yogi Tea. PRONATEC aus Winterthur in der Schweiz widmet sich seit über 30 Jahren qualitativ hochwertigen Rohstoffen aus biologischem Anbau. Der TRINITARIO-Kakao in den Yogi-Tee Schokoladen stammt z.B. aus PRONATEC-eigenen FAIRTRADE-Projekten in der Dominikanischen Republik. Verwendet wird ausschließlich SYRAMENA Rohrohrzucker und SUCANAT Vollrohrzucker. Die in konventionellen Schokoladen üblichen Emulgatoren (z.B. Sojalezithin) werden durch hochwertige Kakaobutter ersetzt. So bleibt die Yogi-Tee-Schokolade garantiert GVO-frei.
    Die echte Bio Bourbon-Vanille stammt aus dem Mananara-Biosphärenreservat in Madagaskar, wo PRONATEC ein Joint Venture mit einem madegassischen Partner aufbaute.

    5 würzige Sorten:

    • Classic (Cinnamon Spice)
    • Himalaya (Ginger Harmony)
    • Sweet Chili (Mexican Spice)
    • Ginger-Lemon
    • Sweet Chai
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  2. Besser werben im Verbund

    BesserEinkaufen ist dazu gedacht, gemeinsam und gebündelt zu werben. Eines gemeinsamen Themas bedarf es dazu nicht aber es bietet sich doch an, ein solches Dach zu wählen. Ein Beispiel ist die Verbundwerbung "Ist Glas die bessere Verpackung?", die im August 2010 in Schrot&Korn erschien. Zwei Fruchtsafthersteller, eine Mineralwasserquelle und ein Anbieter einer Pausenflasche aus Glas warben in einer gemeinsamen Anzeige für ihre durchaus unterschiedlichen Standpunkte zu diesem Thema.

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  3. BesserEinkaufen Probenservice - Ihre Kunden probieren zuhause

     hier ausführliche Informationen herunterladen.

    Und wieder stellen wir Ihnen eine neue Idee vor, wie Sie Ihren Werbeerfolg maximieren können. Voraussetzung: Sie haben von Ihren Produkten Probe-Packungen.

    Stellen Sie sich vor:

    • Ihre Kunden probieren Ihre Produkte zuhause
    • Sie lehnen sich bequem zurück, weil wir die Ansprache der Verbraucher und den Versand der Proben für Sie übernehmen.
    • Sie bezahlen nur einen Bruchteil von dem, was es Sie kosten würde, wenn Sie das selbst auf die Beine stellen.
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