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Bio-Anbau plus BNN-Monitoring sorgen für Obst und Gemüse in Bestform

Die aktuellen Ergebnisse aus dem BNN-Monitoring für Obst und Gemüse beweisen erneut: Frischware im Naturkosthandel ist sicher. 2009 gab es bei über 96 Prozent der untersuchten Proben keinerlei Grund zur Beanstandung. Die in der EU geltende Höchstmenge hielten lediglich 0,4 Prozent der Proben nicht ein. Ein weiteres erfreuliches Ergebnis: Bei Äpfeln, Auberginen, Paprika und Tomaten aus Bioanbau wurden überhaupt keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel nachgewiesen.

Betrachtet man die Ergebnisse der letzten sechs Jahre, so zeigt sich, dass die niedrige Zahl der Verunreinigungen und Rückstände auf dem Bio-Frischmarkt tendenziell weiter zurückgeht – abgesehen von kleineren Auf- und Abwärtsbewegungen. Dies ist auch auf die sorgfältige Ursachenrecherche bei Pestizidnachweisen zurückzuführen, die ein wesentlicher Baustein des BNN-Monitorings ist. Dieser Mechanismus greift auch, wenn der selbst gesetzte Wert der Naturkostbranche, der BNN-Orientierungswert für Pestizide von 0,01 mg/kg, nicht eingehalten wird, wie es 2009 bei 3,7 Prozent der Proben der Fall war.

Seit bereits mehr als sechs Jahren lassen Großhändler und Frucht-Importeure der Naturkostbranche Bio-Obst und Bio-Gemüse systematisch analysieren und erfassen die Ergebnisse in einer gemeinsamen Datenbank. Dieses Monitoring wird koordiniert vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.

Der konventionelle Handel hat sich dagegen jahrelang gegenüber Forderungen nach mehr Sicherheit bei Obst und Gemüse taub gestellt. Kritiker wurden sogar regelmäßig der „Panikmache" bezichtigt. Nun konnte aber auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) berechtigte Verbraucherwünsche nach sicheren Lebensmitteln nicht länger ignorieren. Er kündigte an, ein Rückstandsmonitoring für Obst und Gemüse aufzubauen. Mit im Boot sind Edeka, Globus, Kaiser`s Tengelmann, Metro, Rewe und tegut, nicht jedoch Lidl und Aldi.

Damit reagiert der HDE endlich auf seit Jahren überhöhte Rückstandswerte und regelmäßige Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte, insbesondere bei frischen Kräutern, Zitronen und Feldsalat. Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind im Handel nach wie vor mehr als die Hälfte aller pflanzlichen Proben mit Pestiziden belastet (58,6 Prozent). Zudem ist bei weit mehr als einem Drittel mehr als ein Wirkstoff nachweisbar. Bei 4,1 Prozent der Proben – das ist mehr als jedes 25. Lebensmittel! - stellen die Labore Höchstmengenüberschreitungen fest.

Im Naturkosthandel hat man mit einem überbetrieblichen System der Qualitätssicherung für Obst und Gemüse bereits langjährige Erfahrung. Die Zahl der Teilnehmer ist ständig gewachsen. Alle Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Datenbank ein, so dass jeder auffällige Lieferant auf einen Blick erkennbar ist. Doch noch wichtiger als Statistiken ist im BNN-Monitoring die Ursachenrecherche: Sie schreckt mögliche schwarze Schafe ab und führt seit sechs Jahren zu einer kontinuierlichen Verbesserung der sowieso schon hohen Qualität auf dem Bio-Frischmarkt.

Anders als die konventionellen Handelshäuser glauben machen wollen, kann die regelmäßige Aufnahme von Pestiziden mit an sich gesundem Obst und Gemüse durchaus eine Gesundheitsgefährdung darstellen, insbesondere für Kinder und andere empfindliche Personen. Mehrfachrückstände geben besonderen Anlass zur Sorge, wenn die Forschung hier auch noch am Anfang steht. Sicherer ist es in jedem Fall, vorsorglich möglichst wenige Pestizide zu sich zu nehmen. Bio-Produkte sind dabei, das zeigen die neuesten Ergebnisse aus dem BNN-Monitoring, nach wie vor erste Wahl.

Gleichzeitig ist der Verzicht auf synthetische Spritzmittel, wie er im Ökolandbau selbstverständlich ist, ein Gewinn für die Artenvielfalt. Erst jüngst kamen Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen zusammen mit Forschern aus acht europäischen Ländern bei einer breit angelegten Analyse zu einem klaren Ergebnis: Hauptursache für die Verringerung der Tier- und Pflanzenvielfalt in Europa sind Spritzmittel wie Insektizide und Fungizide.

Quelle: www.bnn-monitoring.de

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