
memo ist vielen Firmen und Endverbrauchern als Anbieter von umweltverträglichen Büro und Schulartikeln, Werbemitteln und Büroeinrichtungen bekannt.
Auf der diesjährigen BioFach präsentierte sich das sympathische Unternehmen Handel und Ladnern erstmals mit einem eigenen Messestand als Partner für deren Nonfood-Sortiment. Wir sprachen mit JürgenSchmidt (Bild), Vorstandssprecher und Gründer der memo AG, über Firmenphilosophie, nachhaltiges Wirtschaften und das Ziel, enger Partner des Naturkostfachhandels (NKFH) zu werden.
Es gibt sicher Händler, die Ihrem Vorhaben, auf breiter Basis in den NKFH einzusteigen, kritisch gegenüberstehen? Schließlich beliefern Sie mit Ihrem Versandhandel auch Endverbraucher direkt. Unser Kerngeschäft im Versandhandel ist der gewerbliche Kunde. Die Nachfrage von privaten Verbrauchern wird allerdings seit Jahren kontinuierlich stärker. Ihren Bedarf können wir über den Versandhandel jedoch nur zu einemkleinen Teil abdecken. Hier sehen wir den NKFH als naturgegebenen Partner, der diese Sortimente ideal vermarkten kann.
Warum glauben Sie, dass der NKFH Nonfood-Markenartikel von memo anbieten sollte? Naturkostläden haben schon immer Nonfood-Artikel angeboten, auch im Schreibwaren- oder Hygienepapierbereich. Was aber aus unserer Sicht fehlt, ist eine starke Marke für den gesamten Nonfood-Bereich, die entsprechend Vertrauen beim Verbraucher schafft - verbunden mit einerhohen Markenbekanntheit und einem sehr hohen Biostandard, der Sicherheit gibt. Hier sehe ich memo. Der Naturkosmetik-Bereich hat es vorgemacht. Dort gibt es bereits viele etablierte Marken- und davon profitiert auch der NKFH.
Schön und gut. Aber welche handfesten Vorteile hätte der NKFH von der Aufnahme der memo-Sortimente? Wir verfügen über Sortimente, die in schwächeren Jahreszeiten als Frequenzbringer dienen, beispielsweise unsere Schulartikel. Zudem bieten wir dem NKFH in Sachen Logistik attraktive Vorteile: hohe Warenverfügbarkeit, sehr schnelle Lieferung, keine Porto- oder Verpackungskosten. Außerdem müssen keine großen Gebindegrößen abgenommen werden.
Michael Becker, Ansprechpartner des Fachhandels bei memo, mit dem neuen Schulanfangs-Display.
Wie soll die Einführung in den Handel weiter-gehen – welches sind die nächsten Schritte bzw. Sortimente, mit denen Sie beim Handel punkten wollen? Saisonal besonders interessant ist aktuell das Schulsortiment: Hier bieten wir dem Handel eine attraktive Display-Kompaktlösung. Daneben gibt es Displays für die Bereiche Textilien, Hygienepapiere und Haushalt. Der Han-del hat zudem die Möglichkeit, sich memo-Displays ganz nach der jeweiligen Nachfragesituation im einzelnen Naturkostladen individuell zusammenzustellen. Unser Angebot befähigt ohne großen Aufwand zum sofortigen Abverkauf.
Nachhaltigkeit ist insbesondere im Hinblick auf den Klimaschutz ein immens wichtiges Thema! Was unternehmen Sie in Sachen Nachhaltigkeit? Wir haben sehr strenge Produktauswahlkriterien, die oft sogar über die Anforderungen von anerkannten Gütesiegeln wie die des „BlauenEngels“ oder des FSC hinausgehen. Dabei versuchen wir immer den „best of class"-Ansatz zu verwirklichen. Auch alle internen Prozesse haben wir nachhaltig ausgerichtet – so arbeiten wir zum Beispiel operativ klimaneutral. In unserem Nachhaltigkeitsbericht informieren wir ausführlich über alle internen Maßnahmen - memo ist durch und durch transparent!
Was ist das Geheimnis des Erfolgs der memo AG? Wir haben damals mit dem Thema Ökologie begonnen und dieses schnell um die Aspekte Fairness und Soziales erweitert – aber immer unter der Bedingung, dass die Produkte wirklich für jeden preislich erschwinglich sind! Dieses Konzept haben wir durch alle Krisen- und Boomphasen fast 20 Jahre konsequent umgesetzt. Das schafft Vertrauen und das spüren wir in unseren langjährigen Kundenbeziehungen. Wir haben eben nie den kurzfristigen Erfolg, sondern immer die langfristige Perspektive gesucht.
Verraten Sie uns etwas über Ihre Visionen? Wie schon erwähnt: Unserer Beobachtung nach fehlt es dem NKFH an einer starken Nonfood-Marke! Diesen Platz wollen wir einnehmen.
Den memo-Nachhaltigkeitsbericht kann man auf www.memo.de downloaden oder per Servicefax kostenlos anfordern.
Fakten zu memo:
➜ Gründung: 1990
➜ Anzahl Mitarbeiter: 104
➜ Sortiment/Kernkompetenzen:
• Schreibwaren und Schulartikel
• Hygiene und Reinigung
• Natur-Textilien
➜Zertifizierungen und Auszeichnungen:
• Qualitäts- und Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 9001:2000
• Zertifiziert nach den Kriterien des FSC (GFA-COC-1238)
• Operatives Geschäft seit 2007 klimaneutral
• Jürgen Schmidt ist B.A.U.M.- Umweltpreisträger2001, Ökomanager des Jahres 2007 und seit
2008 Träger der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Umwelt und Gesundheit
Kontakt:
memo AG
Michael Becker
Am Biotop 6
D-97259 Greußenheim
Fon: 09369 / 905-263
Fax: 09369 / 905-363